Die Mamos und Sagas – die weisen Männer und Frauen der Kogi – lehren, dass das Wetter aus dem Gleichgewicht gerät, wenn wir Kindern Schaden zufügen und sie Schlimmes erleben müssen.
Die Winde verändern sich:
Stürme und Hurrikane treten häufiger auf.
Der Regen verändert sich:
Starkregen mit Überschwemmungen und lange Trockenperioden nehmen zu.
Nach dem Verständnis der Kogi hinterlässt das Leid der Kinder belastende Gedanken und Gefühle. Werden diese nicht durch Limpieza gereinigt, entsteht ein Ungleichgewicht in der Natur, das sich auch im Wetter ausdrückt.
In den vergangenen Jahren ist das Leid vieler Kinder deutlicher sichtbar geworden: Kindsmissbrauch wird häufiger thematisiert, ganze Generationen wachsen in Kriegsgebieten auf, Hungersnöte fordern das Leben unzähliger Kinder, und viele Familien können ihren Kindern weniger Geborgenheit geben als früher.
Könnte es sein, dass die Weisen der Kogi recht haben? Dass die Veränderungen des Wetters zumindest auch mit dem Leid der Kinder zusammenhängen?
Diese Sichtweise mag uns fremd sein. Doch wenn wir unsere gewohnten Denkmuster für einen Moment loslassen und uns auf die Weisheit der Kogi einlassen, öffnet sich ein neuer Blick auf die Zusammenhänge des Lebens.
Aus ihrer Sicht kann regelmässige Limpieza Disharmonien reinigen und dazu beitragen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Autorin: Anita Weber / Juli 2027